Archiv für die Kategorie ‘Lernen’

Was wollte ich eigentlich teilen?

Juli 4, 2008

Als ich gestern den Bericht geschrieben habe, wollte ich eigentlich etwas ganz anderes schreiben. Ich habe sehr schlecht geschlafen, weil mir mein Bericht den ich geschrieben habe sehr nach gegangen ist. Stimmt das wirklich was ich da geschrieben habe? Ich habe dann heute Nacht geträumt, das ich  Sterben würde. Ich bin vorher aufgewacht – das Gefühl der Angst war so sehr groß, das ich jetzt Sterben müsste ohne vorher noch bestimmte Dinge gesagt zu haben, ohne meine waren Gefühle mitgeteilt zu haben, mich voll und ganz zu zeigen in meinen Gefühlen die ich für bestimmte Menschen habe – aus Scham sie nie mitgeteilt habe – nicht mehr die Möglichkeit zu haben, Abschied nehmen zu können.

Ich habe mein geschriebenes von gestern, heute noch mal gelesen. Ja er stimmt immer noch. Doch etwas entscheidendes ist mir aufgefallen. Wenn jemand anderes dies geschrieben hätte, würde ich weiter klicken – nicht bis zum Ende lesen.

Ich bin in meinem Text sehr oberflächlich und gefühllos geblieben. Wenn jemand in der Lage ist, nicht mehr zu wissen was er Morgen Essen soll oder nicht mehr weiß wie er seine Miete zahlen kann – ist mein geschriebenes eine echte Arroganz und hat keine Ahnung  vom wirklichen Leben.  Ich habe nichts von dem geschrieben wie es  mir ergangen ist in meiner Not, nichts mitgeteilt von meinen Gefühlen der Achterbahn und was mir wirklich geholfen hat – wieder aus meiner Not heraus zu kommen.

Gerne würde ich mein geschriebenes wieder löschen – aus lauter Scham und Traurigkeit, so gefühllos und  Oberflächlich gewesen zu sein. Ich weiß nicht wo meine Herzlichkeit geblieben ist. Ich glaube das meine Angst die ich im Moment habe, es nicht schaffen zu können so groß ist das ich mir selber etwas vor machen wollte um meine Angst nicht fühlen zu müssen. Mir selbst beweißen – alles ist möglich. Das stimmt auch, alles ist möglich – doch glaube ich, nicht ohne sich mitzuteilen in seinen Gefühlen, und wenn es nur sich selber gegen über ist. Mein Traum von gestern war so heftig, ich bin mit so einer großen Angst und Scham aufgewacht, das ich heute den Wink verstanden habe. Ich bin noch immer in diesen Gefühlen.

Ich möchte mich für mein geschriebenes Entschuldigen – mich Entschuldigen vor den Menschen, die wirklich Not leiden und nicht wissen wie sie es schaffen sollen.

Alles ist möglich

Juli 3, 2008

Ich denke schon die ganze Zeit darüber nach, wie sehr die Menschen hier in Deutschland grade verarmen und wie könnten sie ihre Situation verändern?. Das Leben bietet doch soviel Möglichkeiten, doch jammern ist einfach – einfacher. Auch ich bin im Jammern Weltmeister. Als ich jedoch gemerkt habe, das ich mit Jammern keinen Meter weiter komme, lenkte ich meine Aufmerksamkeit auf Glücklichsein. Plötzlich ist alles möglich – o.k., fast alles – ich bin ja noch am üben. Jedesmal wenn mir auffällt das ich am Jammern bin, stoppe ich meine Gedanken und fange an zu danken – zu danken, das ich Gesund bin, das ich Gesunde Kinder habe die ihren Weg finden und das sehr zielstrebig, das ich einen Mann habe mit dem ich die Liebe leben darf, das mein Kühlschrank immer gefühlt ist, u.s.w. Klar habe ich auch Wünsche, die in meiner jetzigen Situation nicht erfüllbar sind, doch das heißt nicht das ich den Wunsch aufgeben muss – doch ich schaue hinter den Wunsch, was will ich mit diesem Wünsch mir erfüllen. Wenn ich mir z.b. ein Haus wünsche und das Haus will einfach nicht kommen – ein Haus Symbolisiert für mich – ein Zuhause. Doch was ist ein Zuhause?. Ich kann jetzt ein Haus haben und mich trotzdem unglücklich fühlen, einfach deshalb, weil ich nicht das zuhause in mir finde. Finde ich aber das zuhause in mir – glücklich zu sein nur mit mir, mich anzunehmen wie ich bin, dann wird auch das Haus kommen. Es könnte auch sein, das sich dann der Wunsch nach einem Haus einfach auflöst.

Zurück zum Jammern – Klar die Sprit-Preise sind hoch, die Lebensmittel zu teuer, die Nebenkosten für Miete explodieren, Urlaub ist nicht mehr drin u.s.w.

Durch Jammern wird das alles aber auch nicht günstiger. Was kann man also tun?

Es gibt 3 Möglichkeiten:“sich einen schönen Platz auf dem Friedhof auszusuchen und sich das Leben nehmen, noch mehr zu jammern und sich der Situation hingeben und zu glauben das sich nichts verändert oder seine Aufmerksamkeit auf Glück zu richten“.

Solange wir glauben, nichts wird sich verändern – wird sich auch nichts verändern.

Solange wir glauben, nur die anderen haben Glück, werden die anderen auch Glück haben.

So, nun zur Umsetzung. Wenn wir glauben wir könnten nichts verändern bedeutet das, wir sind hilflos ausgeliefert. Wir währen uns gegen dieses Gefühl der Hilflosigkeit so sehr, das wir nur noch hilfloser werden.

Begebe ich mich in das Gefühl der Hilflosigkeit voll und ganz- mit allem was dazu gehört – also auch das Jammern. Jammere in vollen Zügen mit allen Ausdrücken die du zur Verfügung hast bis das weinen kommen darf. Gehe ganz in das weinen und gib Raum. Ich verspreche es wird weniger werden. Das ganze wird sich wiederholen, aber es wird immer weniger und leichter. Dann beginne zu üben.

1. Wenn du merkst – ich jammere, beginne zu Danken.

2. Gehe Samstags um 19.00 einkaufen – es ist alles herunter gesetzt und bedanke dich.

3. Nehme dein Fahrrad, dein Körper wird sich dir erkenntlich zeigen und wenn du Kinder hast, die Freude

wird den Herz berühren. Wenn du kein Fahrrad hast – schaue in die Kostenlose Zeitungen, oder besuche

einen Sperrmüll.

4. Frage einen Bauer ob du ihm helfen darfst – als Lohn Lebensmittel.

5. Volkshochschulen und Naturvereine bieten Kräuter Wanderungen an.

6. Viele Lebensmittel lassen sich selbst machen, nutze das Internet.

7. Kosmetik lässt sich mit einfachsten und Kostengünstigen Mittel herstellen und ist Gesünder.

8. Nutze das Internet um dich zu verbinden.

9. Nehme deine Aufmerksamkeit von schlechten Nachrichten weg.

Es gibt unzählige Möglichkeiten etwas zu verändern. Verbinde dich mit anderen Menschen die schon etwas verändert haben, sie werden in dein Leben kommen wenn du dich dafür öffnest für diese Möglichkeit – du musst nichts tun außer dich in die Hilflosigkeit zu begeben und voll und ganz bejahen, das es so ist – wie es ist und dann in die Dankbarkeit gehen.

Glück hängt nicht davon ab, wer du bist oder was du hast,
es hängt nur davon ab, was du denkst und ob du bereit bist etwas verändern zu wollen.

Stehlen und die Folgen

März 31, 2008

Mir wurde eines meiner Nummernschilder vom Auto gestohlen. Ich hatte einen kleinen Aufwand alles wieder zu regeln. Neue Schilder zu beantragen und eine Anzeige aufgeben bei der Polizei. Vor allem aber kostete mich diese ganze Aktion 80 Euro.

Wo ist jetzt hier der Sinn fragte ich mich?

Aus meinem Verständnis heraus – also ich glaube daran, bekommt der, der einem anderen etwas weg nimmt etwas gestohlen oder es geht etwas kaputt. Nicht einmal eine Büroklammer würde ich mit gehen lassen ohne zu fragen, keinen Strohhalm mehr, als ich bräuchte aus einer dieser Schnell – Restaurants, wo die Kinder halt so gerne hin gehen( ich natürlich auch – weiß aber keiner). Dann fiel es mir ein, ich bekam wie ein Stromschlag in meinem Körper. Ich hatte unerlaubt aus dem Oster Körbchen meiner Tochter Schokolade genommen. Gefühlt hatte ich das es nicht richtig war – in dem Moment als ich die Schokolade nahm. Ich bin hier über eine Grenze gegangen. Ich bin dann zu meiner Tochter und habe es ihr gesagt und habe mich entschuldigt. Habe ihr erklärt das ich das nicht hätte tun dürfen ohne sie zu fragen. Für diese Erfahrung habe ich gerne 80 Euro bezahlt. Jetzt bin ich sehr aufmerksam, ob ich noch mehr Grenzen über schreite. Nicht nur bei meiner Tochter.

Wie oft wird über die Grenze der Kinder gegangen, ohne sich dessen sich Bewusst zu sein.

Wenn Kinder das bei Erwachsenen machen – werden sie meist dafür bestraft.

Von der Natur lernen

März 23, 2008

Ich war über Ostern Zeltern. Das machen wir jetzt seit 20 Jahren. Gleiche zeit, gleicher Platz mitten in der Natur, gleiche Menschen.
Doch dieses Jahr war alles anders.

Es war kalt, es hat geschneit. Alles war nass. Wir sind geblieben.

Es war so egal, ob meine Haare gut aussehen, ob meine Kleidung gut aussieht, u.s.w.

Wichtig war nur – mich und mein Kind so zu versorgen, das wir nicht Krank werden. Ich habe darauf geachtet das unsere Körper Trocken und warm waren. Das wir ausreichend Trinken und das warm. Den die Getränke waren Eisig kalt.

Ich habe mir vorgestellt:“ was wäre wen dies mein Leben wäre, so zu leben?“.

Vieles ging mir durch den Kopf. Hauptsächlich – wie ich gerade lebe.

Zuhause angekommen – merke ich wie Dankbar ich bin. Dankbar für die vielen Dinge im Leben die für uns so normal sind.

Um beim Zelten, einen guten Kaffee trinken zu können oder sich zu waschen, muss ich erst Holz haben um Feuer zu machen, Wasser um es zu erwärmen. Das braucht auch alles seine zeit. Ohne eine Struktur – geht da gar nix.

Das Holz musste aus einem Wald geholt werden, alles Bergauf. Man musste sich schon gut überlegen, wann man das machte. Alles war nass und der Boden war rutschig. Also erst wen die Sonne alles ein wenig getrocknet hatte ( die nicht allzu lange da war), musste man es erledigen. Man wusste nur ungefähr wann es wieder zu schneien oder zu regnen begann.

Man musste nasse Schuhe trocknen, wenn es mal gerade nicht Regnete oder Schneite. Ich hatte zwar viele Schuhe dabei, doch allzu lange waren die nicht Trocken geblieben bei meinem Kind. Alle 2 Stunden musste man diese wechseln.

Nasse Decken – jetzt ein Trockner das wäre schön.

Ich fühle mich als ob ich aus einer anderen zeit gekommen bin.

Ich bin wieder in meiner Wohnung und bin für so vieles Dankbar.

Ich überdenke plötzlich mein Leben neu. Stelle mir neue Fragen.

Ich fühle das sich etwas in mir verändert hat. Ich weiß noch nicht genau was, doch irgend etwas ist anders in mir. Ich bin sehr berührt durch meine Dankbarkeit.

Nichts ist mehr selbstverständlich für mich. Irgendwie ist alles gerade wie ein Wunder für mich. Ich gehe so durch meine Wohnung wie ich es schon immer getan habe und doch entdecke ich alles neu.

Ich überlege: „was brauche ich wirklich“

Lernen leicht gemacht

Januar 6, 2008

Ich sollte den Morgenkreis im Kindergarten für 1 Woche übernehmen. Ich hatte keine Lust auf Spiele. Ich hatte Lust auf Bewegung. Also da ich sehr Spontan bin, sagte ich: „wir singen jetzt das ABC“. Ich wusste zwar noch nicht wie, aber gesagt ist gesagt.

Wir standen alle auf und sangen einfach drauf los: ABCDEFG……….., das Z, sangen wir alle Lauter als die anderen Buchstaben. Mal sangen wir die Buchstaben laut und das Z ganz leise, mal sangen wir die Buchstaben ganz leise und das Z wieder ganz laut. Wir ließen uns ständig etwas neues einfallen wie wir es singen konnten.

Wir liefen alle im Raum herum und bewegten uns so wie wir sangen, mit vollem Körpereinsatz. Es machte einen morts Spaß. Mir war nicht bewusst, was ich damit auslöste.

Nach dem Morgenkreis sangen einige Kinder einfach weiter.

Als ich 3 Wochen später wieder in diese Einrichtung kam, fragte man mich:

„ was hast du mit den Kindern gemacht“?.

Man erzählte mir, das einige Kinder Zuhause und überall dieses Lied sangen.

So kam ich auf folgende Idee:

Meine Tochter ist jetzt in die 3. Klasse gekommen und hat ein neues Fach: English.

Jetzt habe ich mir überlegt, „ wie kann ich ihr am leichtesten diese Sprache näher bringen“.

Da Celine gerne Tanzt und Musik hört und die Kinder im Kindergarten das ABC durch Singen und Tanzen leicht lernen konnten, dachte ich das funktioniert dann vielleicht auch bei meinem Kind. Also tat ich folgendes:

Ich gehe auf:

Youtube

 

klicke einen Song in English der langsam und deutlich ausgesprochen wird an,

z.b. Dear Mr President – von Pink,

Klicke auf Lyrics Songtexte,

Drucke den Text,

gehe noch mal auf Lyrics, Drucke die Deutsche Übersetzung,

Ordne das ganze in einen Ordner ab.

Jetzt kann Celine selbstständig und/oder mit mir zusammen in YouTupe die Lieder anhören und mitlesen.

Für fortgeschrittene ist das neue Lied von Santana und Chad Kroeger: Into the Night, eine super Übung. Hier lässt niemand mehr die Hüften auf dem Stuhl.

Man könnte hier auch einen Wettstreit machen: “wer macht die wenigsten Hopser”

Celine hört natürlich ihre eigene Musik auf die sie Tanz. Diese Musik Drucke ich auch aus und durch das Wiederholen lernt sie die Texte auswendig.

Wichtig ist nur: das ich mit ihr zusammen die Texte erst mal lese, so kann sich nichts einschleichen an falscher Aussprache.